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BoBo¨ Gast
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Verfasst am: Sa Dez 29, 2007 9:52 pm Titel: Geiz ist geil. |
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| Code: | -- Etwas billiger --
Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, dass nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.
Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, dass Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.
John Ruskin, englischer Sozialreformer (1819 - 1900) |
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Chucky
Anmeldedatum: 07.01.2006 Beiträge: 646 Wohnort: Powerland
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Verfasst am: So Dez 30, 2007 12:45 pm Titel: |
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Hey, ein weitsichtiger und kluger Mann!
Dazu mal ein paar Gedanken, so kurz vor Jahresende
Zur Billig=Gut-Einstellung kommt noch die dumpfe Phobie, im Bekanntenkreis als belächelnswerter Versager abgestempelt zu werden ("Ich bin doch nicht blöd!"), wenn man nach dem Halali auf die "günstigsten Schnäppchen" einen Euro mehr bezahlt hat als nötig. Viele holen diesen Euro wieder rein, indem sie - ganz pfiffig - die durch die Verkürzung der Wochenarbeitszeit gewonnenen Stunden mit noch intensiverer Suche nach den niedrigsten Preisen verbringen. Schöne neue Freiheit.
Qualität, Lieferbarkeit, Service, Beratung, enthaltene Zusatzleistungen, nicht direkt zuordenbare Transportkosten (Sprit, Parkhaus, Risiko, Abnutzung) sind "weiche" Komponenten, man müßte etwas nachdenken , um sie zu bewerten. Die "Geiz ist geil"- und "Mutter aller Schnäppchen"-Werbung spricht darüber nicht und redet uns ein, der Preis sei das einzige Kriterium, und wir müssen nur noch "Schnapp" machen. Mündiger Bürger.
Kurz was zum Wort "Sparen": Sparen heißt: auf Konsum verzichten, um Geld zurückzulegen; aber nicht: etwas kaufen, weil es gerade besonders billig ist - wie uns die Werbung weismachen will. Vor zig Jahren sparte man wirklich - eben durch Konsumverzicht, um eine größere Anschaffung zu machen zu können.
Heute suggeriert die Werbung, man könne sich alles (und alles auf einmal) leisten, man müsse nur bei der richtigen Firma kaufen, natürlich mit dem "maßgeschneiderten" Finanzierungsmodell. Nach dem Motto: "Nutze jede Möglicheit aus, die Du hast; wir zeigen Dir schon, welche das sind." Da kann man natürlich nicht mehr sparen, weil man per Definition ja alles haben wollen muß. Selbstbestimmung.
Das waren Punkte, die einen selbst angehen; nicht so wichtig, man kann schließlich mit eigenem Geld und eigener Zeit machen, was man will.
Jetzt kommen aber zwei wesentlich wichtigere Punkte.
Das Käuferverhalten hat sich in den letzten Jahren IMO genau durch diese Art der Werbung in Richtung "kurzsichtig" verändert.
Arbeitsplätze
Gibt es eine Untersuchung, wieviel Arbeitsplätze allein in Deutschland als Folge dieser Rattenfänger-Werbungen weggefallen sind?
Alle meckern über Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Osten, die schlechte Qualität, usw.; trotzdem werden genau diese Produkte gekauft. Selbst wenn man die Wahl zwischen ähnlichen Produkten hat, eines heimisch, das andere aus Billiglohnländern importiert, guckt man sich trotz Lippenbekenntnissen den 10-Euro-Schein sehr genau an, den man jetzt als Beitrag zur Erhaltung von Inlandsarbeitsplätzen mehr ausgeben würde. Man läßt ihn aber stecken, weil man genau jetzt und hier keinen eigenen Mehrwert dafür erkennt, schimpft im Geiste auf die preistreibenden reichen Unternehmer, Manager usw. und kauft sich - schlechten Gewissens und sozialer Solidarität entledigt - erleichtert das Billigprodukt.
Der wahre Preis
Wer sagt, daß ein Teil, für das ich 50 Euro bezahle, auch tatsächlich 50 Euro kostet? Vielleicht kostet es 100 Euro, und ich muß nur 50 Euro zahlen !
Tja, mal abgesehen von den kaum bezifferbaren langfristigen Kosten des massiven Raubbaus an der Natur in den Herkunftsländern, der Belastung der Ozeane (= getötete Meerespopulationen durch Ölteppiche) und der Luft wegen weltumspannender Transporte ...
Ich führe mir jetzt mal die Arbeitsbedingungen zu Gemüte, die in Fernost-Fabriken, auf Plantagen in Südamerika, in Bergwerken praktisch aller Entwicklungs- und Schwellenländer herrschen. Es gibt auf dort keinen Fall westliche Standards, was z. B. Sicherheit, Urlaub und Arbeitslosengeld (haha), Kranken- und Rentenversicherung, Arbeitsschutzvorschriften und Kündigungsschutz angeht. Die Arbeiter erleiden wesentlich mehr Unfälle als bei uns, sind am A**** wenn sie nicht mehr arbeiten können, bekommen viel mehr chronische Krankheiten, es gibt Kinderarbeit (Spielzeug von chinesischen Kindern für deutsche Kinder), sie sterben viel früher. Dies der Preis, den sie für unser "Geiz ist geil" zahlen müssen. Den sieht man allerdings nicht im Portemonnaie; das Elend auch nicht, es ist ja auch alles soweit weg von hier, also praktisch gar nicht wahr ...
Hoffentlich denke ich an diesen Preis jedesmal, wenn ich den Euro-Schein in der Hand habe: Was unterstütze ich auf lange Sicht mit meinem Kauf?
Geiz ist geil; kurzfristig für den Käufer, mittelfristig vielleicht für die Handelskette, langfristig für niemanden.
Ich habe gelesen, daß künftig in Grundschulen den Kindern im Unterricht ein kritischer Umgang mit Geld beigebracht werden soll. Wenn's auch spät kommt, werden durch sowas sicherlich viele private finanzielle und soziale Katastrophen vermieden werden.
Is ja mal 'n Ansatz.
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msgbox
Anmeldedatum: 05.05.2007 Beiträge: 754 Wohnort: C:\
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Verfasst am: So Dez 30, 2007 2:29 pm Titel: |
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Saturn(Geschäfft) hat in ihren Werbeclips den Satz: "Geiz ist geil" auch übernommen http://youtube.com/watch?v=-XnwvpUE7oU
Für mich ist Geiz von der einen Seite gut, von der anderen Seite schlecht. Wenn ich mir was kaufe achte ich auf Qualität damit ich lange daran Spass haben kann. Wenn ich mir im Gegensatz was billiges kaufe mit schlechter Qualiät hat es wohl keinen großen Vorteil. Reduzierte Sachen z.B Markenklamotten wäre für mich kein "Geiz" _________________
msgbox, 1577008, Ich bin msgbox, Teste mich mal |
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halweg
Anmeldedatum: 05.01.2006 Beiträge: 846 Wohnort: Dresden
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Verfasst am: Mo Dez 31, 2007 12:51 am Titel: |
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Naja, da wage ich mal eine Gegenthese:
1. "Wer billig kauft zahlt drauf." Mag sein. Aber Billigprodukte geben mir die Möglichkeit, werbeintensive Produkte von der Funktionalität her kennen zulernen und dann später zu wissen, was genau mir wichtig ist. Das Problem bei den hochwertigeren Produkten (z. B. ein "teuerer" LCD-Fernseher) ist doch, dass ich bei so was, wenn ich zum ersten mal kaufe, keine Ahnung habe. Und ich kann auch bei einem teuren Produkt auf die Nase fallen, wenn irgendein Parameter, von dem ich vorher gar nicht wusste, dass es das gibt, daneben ist.
Ja und manchmal ist auch ein billiges Produkt brauchbar. Mein Sohn hat eben erst mal nur ein 130 € Mountain Bike bekommen. Wenn ich weiß, wofür, bin ich auch bereit, ihm mehr Geld dafür zu spendieren (Marken MB, ab 500 € aufwärts). Bis jetzt fährt das Teil wunderbar und das Fahrradschloss muss auch nicht so teuer sein.
2. Auch im Supermarkt kaufe ich für mehr Geld nicht unbedingt bessere und vertrauenswürdigere Ware. Zu allererst erhöhe ich den Gewinn der Handelskette oder des Produzenten. Wenn ich viel Glück habe, ist die teure Ware/der teure Laden wirklich besser, aber dann ist das Zufall, sie könnte auch schlechter sein.
Die Lösung liegt nicht im Preisbewusstsein, sondern in der nachvollziehbaren Deklaration von Qualitätsmerkmalen. Vor diesem Hintergrund hab ich dann auch vor der Kühltheke im Supermarkt ein besseres Gefühl als beim Fleischer.
Auf jeden Fall bin ich nicht bereit, eine Ware teuerer einzukaufen, ohne dass ich dahinter eine belastbare Qualitätsaussage sehe.
3. Saturn und Media Markt sind nach meinen Preiserfahrungen beste Beispiele dafür, dass es im Grunde gar nicht darauf ankommt, billig zu sein. Man muss nur so tun.
Man sollte deshalb auch unterscheiden zwischen Werbebotschaften, denen man auf den Leim gehen kann oder nicht, und zwischen der Entscheidung für das Preisniveau eines Produktes.
Ich nehme bewusst in Kauf, bei meinen Kaufentscheidungen auch mal einen Fernostimport zu erwischen. Das ist globale Arbeitsteilung, von der wir hier auch profitieren. Auch schlechte Arbeitsbedingungen kann ich nicht ausschließen.
Die Lösung liegt nicht im "teuerer kaufen". Es ist ein Trugschluss, dass ich nur mit dem Preis etwas entscheiden kann.
Die Herausforderung liegt vielmmehr in der Schaffung einer Transparenz der Qualitätsmerkmale und Produktionsbedingungen, die dem Käufer überhaupt erst mal eine sinnvolle Einflussnahme ermöglichen. |
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Chucky
Anmeldedatum: 07.01.2006 Beiträge: 646 Wohnort: Powerland
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Verfasst am: Mo Dez 31, 2007 11:54 am Titel: |
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| halweg hat Folgendes geschrieben: | | Naja, da wage ich mal eine Gegenthese: | So ne richtige Gegenthese isses ja nich...  | Zitat: | | Aber Billigprodukte geben mir die Möglichkeit, werbeintensive Produkte von der Funktionalität her kennen zulernen und dann später zu wissen, was genau mir wichtig ist. ... | Nichts gegen zu sagen. Außerdem gibt es Produkte, die "man" (wer immer das auch ist) sich zum Standardpreis nie gekauft hätte und die somit den teureren Wettbewerbern keinen (direkten) Umsatz wegnehmen. Es kommt natürlich auf's "später" an.  | Zitat: | | Ja und manchmal ist auch ein billiges Produkt brauchbar. | "Manchmal" = aber nicht im Durchschnitt, "brauchbar" = für einfache Zwecke; z.B. braucht man wohl keine superhaltbare Markenbohrmaschine, wenn man in absehbarer Zeit nur 20 6er-Löcher in die Wand bohrt. | Zitat: | | Wenn ich viel Glück habe, ist die teure Ware/der teure Laden wirklich besser, aber dann ist das Zufall, sie könnte auch schlechter sein. | Im Schnitt sind Produkte, für die man mehr Geld ausgibt, besser als die, für die man wenig ausgibt - um mal die mehrdeutig belegten Begriffe "teuer" und "billig" zu vermeiden. | Zitat: | | Auf jeden Fall bin ich nicht bereit, eine Ware teuerer einzukaufen, ohne dass ich dahinter eine belastbare Qualitätsaussage sehe. | Dazu mußt Du festlegen, was für Dich alles zur Qualität gehört: nur die Ware selbst oder auch das Umfeld. Im Sinne Deines Minimumprinzips hieße dies: Ich bin nicht bereit, mir ein billigeres Produkt zu kaufen, wenn nicht bestimmte Mindestanforderungen erfüllt sind.
| Zitat: | 3. Saturn und Media Markt sind nach meinen Preiserfahrungen beste Beispiele dafür, dass es im Grunde gar nicht darauf ankommt, billig zu sein. Man muss nur so tun.
Man sollte deshalb auch unterscheiden zwischen Werbebotschaften, denen man auf den Leim gehen kann oder nicht, und zwischen der Entscheidung für das Preisniveau eines Produktes. | Ich wußte zu Beginn ehrlich nicht, was die mit "Geiz ist geil." meinten. Mir fiel nur auf, daß durch die offensive Ausdrucksweise wohl nur zwei Zielgruppen angesprochen werden sollten, die aber normalerweise nicht viel Geld in der Tasche haben. Bis ich nach langer Zeit darauf kam, daß Voraussetzung für diese Werbung nur die These sein konnte, Saturn wäre (entgegen meiner Erfahrung) besonders günstig.  | Zitat: | | Auch schlechte Arbeitsbedingungen kann ich nicht ausschließen. | Genau, die kannst Du nämlich voraussetzen. | Zitat: | | Die Lösung liegt nicht im "teuerer kaufen". Es ist ein Trugschluss, dass ich nur mit dem Preis etwas entscheiden kann. | Womit denn sonst? Was anderes interessiert den Händler nicht. Natürlich mußt Du wissen, warum Du mehr ausgibst, wenn Du es denn tust; tumbes "teurer kaufen" bringt nichts. | Zitat: | | Die Herausforderung liegt vielmmehr in der Schaffung einer Transparenz der Qualitätsmerkmale und Produktionsbedingungen, die dem Käufer überhaupt erst mal eine sinnvolle Einflussnahme ermöglichen. | Korrekt. Und wie kommen wir dahin bzw. für wen soll dies eine Herausforderung sein?
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Thalon
Anmeldedatum: 25.10.2005 Beiträge: 1878 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: Mo Dez 31, 2007 4:08 pm Titel: |
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Also "teuer" ist für mich immer in Relation zur Ware zu sehen.
Ein Produkt das 5000€ Realwert hat, aber für 7000€ zu haben ist ist teuer. Für 5000€ wäre es angemessen.
"Billig" kann sich sowohl auf die Verarbeitung beziehen (aber im Preis angemessen sein), oder eben auf den Preis. Obige Ware wäre für 4000€ billig bzw günstig zu haben.
Ich selbst neige dazu mich extrem gut zu informieren bevor ich etwas kaufe was mehr als 30-50€ kosten soll.
Dadurch lerne ich das Produkt schon vor dem Kauf sehr gut kennen und kann mich für jene Umsetzung entscheiden die für mich die beste Lösung darstellt.
Anschließend suche ich noch danach wo ich es am Besten herbekomme (Abwägung von Preis und Sicherheit; wenns bei Amazon nur 2€ mehr kostet als bei einem unbekannten Versandhändler werd ich sicher bei Amazon zuschlagen).
Zum Einen führt das dazu bewusst einzukaufen, außerdem gibt man seltener Geld aus (Recherchen brauchen Zeit), dafür kostets meist auch etwas mehr (zumindest bei mir, weil ich Qualität mag).
Ob das Produkt dann in Österreich oder Deutschland hergestellt wird spielt für mich nur dann eine Rolle, wenn es von den Funktionen her überhaupt in die Auswahl kommt und preislich einigermaßen gut konkurrieren kann.
Qualitätsware wird aber zumindest nur selten von Kindern in der dritten Welt produziert, wobei sich hier natürlich die Frage stellt ob es besser ist, dass ein Kind sehr wenig Geld bekommt oder gar keins und deswegen vielleicht verhungert.
Billigware (in Form von "geringe Qualität") kaufe ich auch bisweilen. Mein Fahrrad hat inklusive einstellen keine 200€ gekostet und mein Kopfrasierer keine 10€. Im einen Fall brauche ich nicht mehr (fahr meist ja nur 4km in die Arbeit damit), im anderen wollte ich antesten ob das halbwegs funktioniert und wenn der kaputt ist wird was ordentliches gekauft (was in der Lebenszeit des Produktes vielleicht gar um mehr günstiger wird ).
Beim MP3-Player (200€) und beim Handy (280€), sowie beim PC (1500€, inzwischen mit dem Zubehör eher bei 2500€) wurde es schon etwas anspruchsvoller, das Preis-Leistungs-Verhältnis war aber immer Top.
Den MP3-Player habe ich übrigens bei Saturn gekauft, weil er sogar alle Online-Händler im Preisvergleich um noch fast 20€ in die Tasche gesteckt hat.
Kürzlich habe ich am Handy mal einen Preis für eine Zahnbürste ergoogelt. 125€ im Regal direkt vor mir, 95€ bei Amazon (keine Versandkosten). Da ist Geiz an der Information sicher nicht geil...
Im Folgenden empfehle ich noch wenige Seiten für Infos zu Elektronik:
Allgemein: www.alatest.at und www.google.at ( )
Handys: www.areamobile.de
Und ein gutes Neues von mir!
Thalon _________________ Mein Motto: Hilfe zur Selbsthilfe!
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halweg
Anmeldedatum: 05.01.2006 Beiträge: 846 Wohnort: Dresden
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Verfasst am: Mo Dez 31, 2007 4:32 pm Titel: |
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Mit dem sich "extrem gut informieren" stoße ich leider zu oft an die Grenze der Zeitverschwendung. Hier haben Billigprodukte (z. B. ein Billignavi) den Vorteil, dass man nicht nur Parameter theoretisch erkundet sondern insbesondere bei neuen Produkten erst mal lernt (a) wo Schwachstellen sein könnten und (b) ob und wie man so was überhaupt benutzt. Ja ja, Mann tendiert schon ab und zu dazu, sich irgendein Spezialwerkzeug in den Keller zu stellen und dann nie zu verwenden. Gut, wenn's dann ein billiges war.
Und übrigens hab ich seit kurzem auch wieder eine bessere Meinung von Saturn: Es war der einzige Markt, wo man Kopfhörer vor dem Kauf ausgiebig am eigenen Player testen konnte.
Aber, um auf Chuckys finale Aussage zurück zu kommen: hier besteht tatsächlich ein Problem. Die Hintergrundinfos zu den Produkten sind immer sehr spärlich. Wenn ich von Produkt A weiß, dass es in China von Kindern gefertigt wird, ist das für mich bei Produkt B der gleichen Klasse eher noch wahrscheinlicher als vor dieser Information. Denn es bedeutet: grundsätzlich kann man dieses Produkt in China von Kindern fertigen lassen und jeder der das nicht tut, handelt nicht wirtschaftlich (es sei denn, er hat in Bangladesh Kinder, die noch billiger sind ). Der Hersteller von B hat vielleicht nur ein besseres Marketing ("ich nehm' den doppelten Preis, also lasse ich auch fair produzieren") oder komplexere Vertriebskanäle.
Das Fazit für mich: Wenn es uns wichtig ist, wo und wie eine Ware produziert wird, dann müssen wir als wahlberechtigte Bürger entsprechende Deklarationspflichten fordern. Nicht von der eigenen Regierung, sondern effizienterweise von der EU. Nur so können wir bewusst einkaufen.
Deklaration impliziert auch Kontrollauflagen, aber das ist eben so.
In diesem Sinne, lasst heute nicht so viele Billigraketen aufsteigen, könnte gefährlich sein . Guten Rutsch allerseits! |
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Thalon
Anmeldedatum: 25.10.2005 Beiträge: 1878 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: Mo Dez 31, 2007 5:07 pm Titel: |
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| Zitat: | | Mit dem sich "extrem gut informieren" stoße ich leider zu oft an die Grenze der Zeitverschwendung. | Stimmt, allerdings wenn es mir keine Zeit Wert ist mich mit einem zu kaufenden Produkt auseinander zu setzen: Weshalb kaufe ich es dann?
Ich betreibe die Recherchen meinerseits sehr intensiv und darf das niemals in Geld umrechnen (wieviel hätte ich bekommen wenn ich Überstunden gemacht hätte). Mir macht es in gewisser Weise auch Spaß mich in neue Sachen einzuarbeiten und kann dieses Wissen auch an Bekannte weitergeben.
Daraus erwachsen sich mitunter auch echte Vorteile.
Vor meinen Erkundigungen für den PC (vor knapp 2 Jahren) kannte ich z.B. keine eSATA-Schnittstelle. Gerade bei externen Festplatten mit 500GB ist der Unterschied zu USB2.0 schon enorm.
Bei der Suche nach einem Gehäuse für die externe HD bin ich dann auch noch auf eines gestoßen mit Wechselrahmen. Sprich ich habe meine externe Festplatte aktuell im PC verbaut und kann sie im Handumdrehen mitnehmen. Eine weitere (seltener genutzte) Platte wird über eSATA angesprochen. Der Gesamt-Preis lag sogar noch unter jenem einer fertigen externen Lösung mit Festplatte unbekanntem Herstellers und NUR Usb2.0.
Der Zeitaufwand für die Montage liegt bei etwa einmalig 10 Minuten, das Gehäuse ist Vollmetall und damit auch ordentlich widerstandsfähig.
Ähnlich beim MP3-Player:
Mit dem Player meiner Mutter (1GB 50€) kann man Musik hören. Das einstellen geht über ein ASCII-Display mit geringen Möglichkeiten.
Ist toll wenn man nur auf "Play" drücken möchte und sonst nicht viel.
Bei meinem (4GB, 200€) hab ich eine übersichtliche Menüführung, verschiedene Möglichkeiten der Anpassung (besserer Equalizer), kann Fotos und kleine Videos herzeigen, via Bluetooth kann ich mir Klingeltöne vom Handy eines Bekannten schicken lassen und auch Musik hören ohne störendes Kabel. Ich kann z.b. im Fitnesscenter den Player neben das Gerät legen, oder zur Trinkflasche und habe dennoch vollen Musikgenuß (Playlist). Auch beim Joggen zieht das Kabel nicht an den Ohren runter.
Der Zeitaufwand für eine Recherche ist nicht besonders groß wenn man einmal eine ungefähre Ahnung vom Ganzen hat und die gewonnenen Vorteile bisweilen schon sehr gut, vor allem wenn der Preis zwischen dem guten Produkt und dem $%& vom Saturn sich nicht viel nimmt.
Aber selbst ohne Recherche kann man einiges Geld sparen. Einfach indem man das selbe Produkt bei einem anderen Shop kauft.
Es mag vielleicht fies klingen, aber ich konnte die Bluetooth-Hörer bei Mediamarkt antesten (nur kurz gefragt, gab keine Probleme), bei Amazon kosten sie aber gleich einmal 15€ weniger (bei einem Preis von 50€), generell bestelle ich sehr viel über Versandhandel.
Mir fällt es natürlich besonders leicht, weil ich bei neuen Techniken ohnehin immer informiert bin (von Kollegen, über diverse Foren oder Hardwareseiten), aber es hat (schätze ich) fast jeder wen im Bekanntenkreis der eine 1A-Beratung machen kann, man muss nur fragen
Thalon _________________ Mein Motto: Hilfe zur Selbsthilfe!
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Chucky
Anmeldedatum: 07.01.2006 Beiträge: 646 Wohnort: Powerland
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Verfasst am: Mo Dez 31, 2007 5:22 pm Titel: |
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Auch von mir einen guten Rutsch!  |
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halweg
Anmeldedatum: 05.01.2006 Beiträge: 846 Wohnort: Dresden
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Verfasst am: Di Jan 01, 2008 6:14 pm Titel: |
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Zunächst allen ein schönes neues Jahr.
@Thalon: Die Frage ist aber auch, ob du alle für dich relevanten Parameter vorher kennst.
Dein BT-Kopfhörer mag deinen kritischen Hörtest überstehen, aber erst wenn du so ein Teil mal ein halbes Jahr hattest, merkst du, dass du eigentlich auf eine Ladeschale hättest achten sollen, weil dir die Stöpselei auf den Geist geht. Dein MP3-Player kann viel mehr als ein Billiggerät, aber mit der Zeit stellst du fest, das Videos anschauen auf dem Minidisplay dir keinen wirklichen Spaß macht und somit gar kein Auswahlkriterium hätte sein müssen. |
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Chucky
Anmeldedatum: 07.01.2006 Beiträge: 646 Wohnort: Powerland
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Verfasst am: Di Jan 01, 2008 6:49 pm Titel: |
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| Zitat: | Das Fazit für mich: Wenn es uns wichtig ist, wo und wie eine Ware produziert wird, dann müssen wir als wahlberechtigte Bürger entsprechende Deklarationspflichten fordern. Nicht von der eigenen Regierung, sondern effizienterweise von der EU. Nur so können wir bewusst einkaufen.
Deklaration impliziert auch Kontrollauflagen, aber das ist eben so. | Tja, ob das in absehbarer Zeit klappt? Es gibt gerade jetzt viele Mitgliedsstaaten, die bei jedem Wort mit der Endung "-Pflicht" laut aufheulen. Und vor allem: "Effizienz" und "EU" in einem Satz  ?
Wenn unsere Regierung sowas verordnen würde - egal, ob aus eigenem oder EU-Antrieb, auf jeden Fall aber mit vielen neuen Gesetzen, Überprüfungen, Beamten, Gerichtsverfahren - , würden neben den dafür nötigen Steuermitteln auch die Preise der Produkte steigen, und der Billig-billig-Kunde würde verstärkt im nichtdeklarationspflichtigen Ausland kaufen.
Nee, wesentlich effektiver ist in diesem Bereich eine Selbstregulation des Marktes. Wenn der Durchschnittskäufer seinen Fokus vom kleinen Spot auf den Preis wieder auf ein Normalmaß vergrößert und die Deklaration als positive Eigenschaft eines Produkts bewertet, dann kommt sie von alleine und auch schneller; ohne Übergangsfristen, politisches Gezerre, Härteklauseln, Ausnahmen usw.
Im Kopf des Käufers muß es anfangen, er muß wollen.
Sehr unterstützend dabei wäre die Abwesenheit der Gehirnwäsche-Werbung.
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halweg
Anmeldedatum: 05.01.2006 Beiträge: 846 Wohnort: Dresden
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Verfasst am: Di Jan 01, 2008 6:56 pm Titel: |
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| Na, was die EU-Effizienz angeht: Aus meiner Sicht ist nicht die EU uneffizient, sondern die Tatsache, dass jeds noch so banale Regulierungsproblem auf zig Verwaltungsebenen neu diskutiert, ratifiziert und kontrolliert werden muss. Ich hab nichts gegen lokal organisiserte Verwaltungsebenen, aber die sollten sich um lokale Fragen kümmern. |
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Thalon
Anmeldedatum: 25.10.2005 Beiträge: 1878 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: Fr Jan 04, 2008 7:42 pm Titel: |
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| halweg hat Folgendes geschrieben: | | Zunächst allen ein schönes neues Jahr. | Da das mein erster Besuch hier ist seit Silvester wünsch ich auch nochmal allen ein Frohes Neues!
| halweg hat Folgendes geschrieben: | @Thalon: Die Frage ist aber auch, ob du alle für dich relevanten Parameter vorher kennst.
Dein BT-Kopfhörer mag deinen kritischen Hörtest überstehen, aber erst wenn du so ein Teil mal ein halbes Jahr hattest, merkst du, dass du eigentlich auf eine Ladeschale hättest achten sollen, weil dir die Stöpselei auf den Geist geht. Dein MP3-Player kann viel mehr als ein Billiggerät, aber mit der Zeit stellst du fest, das Videos anschauen auf dem Minidisplay dir keinen wirklichen Spaß macht und somit gar kein Auswahlkriterium hätte sein müssen. | Die Stöpselei ist halb so schlimm wenn man auf eine gute Akkuleistung achtet
Ich habe meine eigene kleine Ladeecke, wo diverse Netzteile beisammen stecken und alle paar Tage (oder beim MP3-Player Wochen) ein Kabel schnappen und ins Gerät stecken stört nicht (mich zumindest).
Den Player habe ich auch nicht wegen den Videofunktionen gekauft (das 1.8" Display verzerrt u.a. ein wenig), es aber als zusätzliche Funktion für kleine witzige Clips gerne dazu genommen.
Grundsätzlich stimmt der Einwand, aber wenn man aufmerksam Benutzermeinungen liest (sei es bei Amazon, Ciao.de, oder wie sie alle heißen) fallen viele Probleme im Detail schnell auf, weil fast jeder was zu bemängeln hat.
Die zu bekommenden Infos reichen von leicht wackelnden Bedientasten über Displays die 0.5mm schief eingebaut sind (um die Sonnenlichtlesbarkeit zu verbessern, zu Lasten der Optik) bis hin zu schweren technischen Defekten (Kabelbruch nach wenigen Monaten oder starkes Rauschen bei geringen Berührungen des Kopfhörerkabels).
Auch Probleme wie kleine Displays zum Videoschaun werden angesprochen, wie auch so Komfortfeatures wie Ladeschale (so es denn fehlen tut).
Ich denke die Informationsmöglichkeiten sind groß genug um in solche Probleme nicht selbst reintappen zu müssen, sofern du nicht Geräte kaufst die im selben Monat erschienen sind (und selbst über noch nicht erschienene Geräte gibts ausreichend Infos, aber halt nicht bei Produktionsfehlern einer Serie).
Ich denke aber dass man damit auch besser darüber nachdenkt was man will, aber eine schnelle Informationseinholung bei alatest.at empehle ich auch jenen die lieber zügig einkaufen. Da Experten und User-Wertungen separat gelistet sind und man für eine Gerätekategorie nach diesen sortieren lassen kann ist schnell ein gutes Gerät in der gewünschten Preisklasse gefunden. Der Aufwand liegt da bei nur wenigen Minuten.
Thalon _________________ Mein Motto: Hilfe zur Selbsthilfe!
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